Die Hälfte ist geschafft

Ich weiß ich bin schreibfaul geworden, obwohl oder gerade weil mir hier so vieles passiert. Einerseits möchte ich euch alles berichten aber gleichzeitig möchte ich einfach die Zeit genießen. Dieses Mal bekommt ihr eine schöne Zusammenfassung mit vielen Fotos.

 

 

In Burgos angekommen hatten wir ein großes Familientreffen, soviel bekannte Gesichter die alle wie ich am selben Tag am 24. März gestartet sind. Von links Malcom, Neil, Michel, Hanna, Stephanie, Ashley, Roxy, Rene(unten), Tony, Olaf und Sebastian.

 

 

 

Leider sollte das, das letzte große Treffen gewesen sein, da für Manche bereits hier Schluss war und sie die Heimreise antreten sollten. Mir selbst ging es körperlich auch nicht so besonders, ich musste wirklich mit mir kämpfen. Ohne Schmerzmittel gegen die ich normalerweise gerne Verzichte ging es an diesem Tag einfach nicht. So waren es für mich die härtesten 28 km. Ich lies meine Gruppe auch voranziehen aber zum Glück warteten diese auf mich beim nächsten Kaffee. So war Burgos für mich auch erstmal auskurieren angesagt. Zwei Tage keine Wanderschuhe! Um die verlorene Zeit aber wieder aufzuholen nahm ich das erste Mal den Bus um mit ein paar Freunden aufzuschließen.

 

Kathedrale von Burgos ist einen Besuch auf jeden Fall Wert. Einfach beeindruckend und kaum zu glauben, dass ich noch nie von ihr hörte.

 

 

Die Busfahrt war irgendwie unwirklich, das erste Mal seit Wochen wieder in einem Fahrzeug, dann eine Strecke innerhalb einer Stunde zurücklegen die man zu Fuß etwa 12 Stunden oder zwei Tage benötigte. Nun konnte ich bereits an diesem Tag Sebastian, Roxy und Tony wieder einholen und eine Pilgergruppe bilden. Losgelaufen wird nun vor Sonnenaufgang, da die Tage wieder heißer werden. Drei Tage ging es gut bis wir nach einer 17 km ohne Zwischenstopp doch wieder Zuviel wurde. Ich musste mich von ihnen verabschieden, aber das gute war, Ashley ist nur einen Tag hinter mir und wenn ich den nächsten Tag wieder eine kurze Etappe machen würde, ist es ihr ein leichtes mich einzuholen. Auf dieses Wiedersehen freue ich besonders, sie ist in unserer Pilgerfamilie inzwischen wie eine Schwester für mich geworden.

 

 

 

Meine Liebsten zuhause vermisse ich natürlich auch besonders. Freundin, Freunde und Familie. Ihr habt mich bald wieder nur noch zwei Wochen bis zu meinem Heimflug.

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Oma und Opa (Dienstag, 11 April 2017 13:30)

    Hallo lieber Michel
    Deinen Bericht vom 10. April haben wir wieder gerne gelesen. Du hast seit dem letzten Bericht ja wieder einiges erlebt. Die Gemeinschaft der Pilgerfamilie ist nicht hoch genug einzuschätzen, wenn man auf dem Jakobsweg in einer einsamen Gegend unterwegs ist. Nicht zu vergessen sind die Füße die den ganzen Stress mitmachen müssen.
    Für den Rest des Pilgerweges wünschen wir Dir, dass Du ohne große Probleme Dein Dir gestecktes Ziel erreichst.
    Herzliche und liebe Grüß Oma Roswitha und Opa Arthur