Der Weg ist mehr als einfach nur ein Weg - eine Familie

Was ist wenn man allein im Ausland ist und man steht auf einmal ohne alles da? Man bekommt natürlich Panik. Mir ist es selbst schon im letzten Jahr in Paris passiert Geld und Ausweis geklaut. Zum Glück hatte ich meinen Freund Marius an meiner Seite.

 

Ihr kennt doch das Gefühl wenn euch der Hunger plagt und ihr gleichzeitig nörgliger werdet. Die Amis haben dafür einen passenden Ausdruck nämlich hangry (hungrig und wütend). Als wir in Los Arcos angekommen waren, war Ashley bereits kurz vor dem Level. Also suchten wir uns ein Restaurant das bevor sieben Uhr ein Dinner servierte. Im Örtchen gab es gerade nur diese eine und so füllte sich unser Tisch und wir erweiterten ihn imemr weiter bis wir die Grenzen der Außenanlage erreichten. Es gab ein variables Pilgermenü bei der man sich Vor und Hauptspeise aus einer Auswahl aussuchen konnte.

 

Da sprang Ashley vom Tisch auf, bereits jetzt ein wenig verwirrt. So wurde in der zwischenzeit das Essen serviert, auch jetzt noch keine Spur von Ashley. Nachdem ich versuchte Kontakt mit ihr aufzunehmen, wurde klar das sie kurz vor der Verzweiflung stand. Ihr Bargeldbestand sowie ihre Debitcard waren verschwunden. Und jetzt kommt das, was mich an diesem Abend bei dieser Reise so beieindruckte wie ich es selten erfahren durfte. Eine große Welle an Hilfsbereitschaft für eine Person die noch vor wenigen Tage ein völlig Fremde war. Jeder Half wo er konnte, kümmerte sich um sie. Die einen kümmerten sich um sie, andere um die Banksachen, andere stellten sofort Geld zur Verfügung ohne Verlangen auf Rückzahlung und ich der wusste das sie schon so hunrig war besorgte das laut ihrer Aussage beste heiße Sandwich das sie je gegessen hatte. Wir sind inzwischen eine Familie und ich in mir sicher, wenn sich einer mit einem von uns anlegt bekommt er es mit dem ganzen Pilgerclan zu tun. Ich bin stolz ein Teil davon gewesen zu sein. Seit diesem Tag war jedem von uns klar jeder kann auf den anderen zählen.

Pilger sind für einander da. Blasendoctor Sebastian und Masseur Nail.

Sebastian bekommt von Kioskbesitzer eine Spezialbehandlung für seine Knieschmerzen. Obs geholfen hat. Naja ein bisschen Glaube gehörte schon dazu.

 

Stempelstelle betrieben von einer alten Dame kurz vor Logrono.

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Kommentare: 1
  • #1

    Heiko (Donnerstag, 06 April 2017)

    Hallo Michel,
    mit Spannung und Freude habe ich Deinen Reiseblog bis jetzt verfolgt. Ich freue mich für Dich, dass Du eine so tolle Pilgergruppe gefunden hast und das beruhigt uns zu Hause auch etwas, da wir wissen, dass Du bei Deinen neuen Freunden gut aufgehoben bist.
    Das mit Deinen Freunden erinnert mich immer wieder an meine Mitpatienten, während meines Klinikaufenthaltes, auch hier war immer jemand für den anderen da, wenn Not war und ich glaube auch, dass das kein Zufall ist.
    Ich wünsche Dir auf Deinem weiteren Weg viel Glück und möchte Dir dazu noch einen Spruch mit auf Deinen weiteren Weg geben:
    "Wenn Dir wieder einmal Steine in den Weg gelegt werden, dann steh einfach drauf, genieße die Aussicht und geh wieder weiter" Verfasser mir leider unbekannt.
    Ich freue mit schon auf die nächsten Zeilen von Dir. Viele liebe Grüße Heiko