Wunder und Fürsorge

Zuerst kommt das Wunder

Hallo meine lieben Blogleser,

 

ich möchte zu Beginn diesen Eintrages euch danken, dass ihr aufmerksam meine wenn auch von Rechtschreibung und Grammatik vernachlässigten Zeilen verfolgt. Meist werden diese in einem Zustand der völligen Erschöpfung geschrieben. Also vielen Dank für die Nachsicht :-) Es hat nun auch wieder viel Zeit gebraucht, seit dem letzten Eintrag gebraucht, dass ich die Zeit dafür gefunden habe, entweder war ich mit meinen Pilgerfreunden so beschäftigt oder wie eben erwähnt bereits zu erschöft. Wünsche euch nun viel Spaß bei den folgenden Zeilen.

Im Schneckentempo so kommt es mir manchmal vor bewege ich mich Schritt für Schritt auf dem Jakobsweg fort, so beginnt ein üblicher Pilgertag bereits vor Sonnenaufgang mit den inzwischen zur Routine gewordenen Handgriffe zum packen des Rucksackes und der anschließenden reinwürgen des lieblosen Pilgerfrühstücks.

 

Aber das frühe Aufstehen hat natürlich auf viele Vorteile so sind so lanche Landstriche in einem noch schönen Licht zu betrachten und das ein oder andere Lebewesen läuft oder kriecht einem über den Weg.

Auf dem Weg hat sich inzwischen eine kleine Familie gebildet. Man begegnet sich auf dem Weg und den Herbergen immer wieder. Selbst in Extremsituation können wir auf uns zählen, aber dazu später mehr.

 

Ich hätte nie erwartet, dass der Jakobsweg zu einem Gemeintschaftserlebnis wird, eher dachte ich an eine Einzelgängermission. Tatsächlich ist es aber so das wir alles gemeinsam durchmachen, so läuft man öfters in kleineren Gruppen um sich gegenseitig anzufeiern. Bis die nächste ersehnte Tagesetappe ereicht wird.

Aber an einem Punkt hat auch das Anfeuern für so manchen keinen Sinn mehr. Dann wenn die körperlichen Grenzen an Schmerz einfach zuviel. So hat es meinen guten Pilgerfreund Dariush mit unserem ersten Pilgerwu´nder erfreuen dürfen.

 

Seine Füße hatten bereits einigen Schaden mit Blasen erlitten, so hatte sich unteranderen eine direkt unter dem Nagel des großen Zehes gebildet. Sehr schmerzhaft fürs gehen. So entschied er sich in einem entlegenden Dorf das Handtuch zu werfen und per Taxi die nächste Stadt anzufahren um einen Arzt aufzusuchen.

 

Das Taxi hielt für ihn, der Taxifahrer stieg aus schaute den demolierten Dariush an und fragte was der Pilger denn hätte, dass er nicht weiterlaufen würde. Er schilderte seine Situation und dann kam es zum Wunder. Der Taxifahrer ist ein Arzt aus Marokko, der gerade auf seine Zulassung wartete. Er bot ihm an sich die Füße an Ort und Stelle zu untersuchen. Säuberte mit den vorhandenen Untensilien aus Dariush Rucksacks die Wunde und stach ihm unter den Nagel, sofort strömte Eiter und Blut entgegen. Und der Schmerz ließ nach. Nachdem alle Blasen proffesionell behandelt waren, ging es Dariush wie neu geboren. Auf die Frage des Taxifahrer ob er noch das Taxi noch benötigte oder er lieber den wundervollen Weg fortsetzen möchte musste er nicht lange warten. Sein Pilgerweg ist gerettet und konnte leichten Fußes uns wieder zum Abend hin einholen. Der Jakobsweg gibt einem einfach was man auch benötigt.

Der Weg gibt einem wirklich alles was man benötigt. Ob es ein Brunnnen ist aus dem der Wein sprudelt oder einfach ein Imbissstand mitten im Niergendwo.

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