Sonne - Regen - Schnee

Tag 1 Sonne

Der erste Laufen, ich bin motiviert :-) Und ich schaffe es bereits nach den ersten paar Kilometer die falsche Abzweigung zu nehmen, um einen kleinen beschaulichen Umweg zu laufen.  Ich lege ein ordentliches Tempo, treffe meine ersten Mitpilger und lasse sie aber schnell wieder hinter mir. Ich fühle mich einfach super.

 

Es gibt manche Abzweigungen, die wurden empfohlen nicht zu gehen... egal... ab gehts! Und zum Glück so traf ich einen singenden Pilger der sich an einem Flusslauf die Füße kühlte und ich gesellte mich zu ihm. Eine sehr gute Entscheidung, seit hier ist Dariusch meine ständige Begleitung.

 

Ab jetzt geht es nur noch steil aufwärts! Wir holten einen älten Pilger ein um den wir uns schon sorgten. Seine körperliche Verfassung schien nicht besonders toll zu sein, er zitterte und schwitzte merklich. Wir entschieden uns ihn den Rest des Weges zu begeiten. Scott aus Scottland schien wirklich unsere Hilfe zu benötigen, manche Anstiege hatten es wirklich in sich, und der ein oder andere Baum konnte nur mit gegenseitiger Hilfe bewältigt werden.

 

Nach fast 29 km hatten wir unser Ziel in Roncesvalles erreicht. Eine große Gemeintschaftsunterkunft tat es für heute.

Tag 2 Regen & Schnee

Ja so erfirschend war der nächste Morgen dann auch sehr. Nach einer kurzen Nacht,mit ca 140 Mann im Kloster hörte man die Schnarcher an jeder Ecke und ausirgendeinem Grund dachte jemand er müsste stündlich seinen Ausflug zur Toilette mit FlipFlops laut ankündigen...

 

So gingen um 6:30 Uhr die Lichter an und die ersten Pilger machten sich sofort fertig. Ein Blick aus dem Fenster zeigte die schönsten Schneegestöber, also ein guter frischer Start in den Tag. Ein guter Ratschlag von Dariusch zur richtigen Einstellung des Treckingrucksackes erleichterte mir die Last auf den Schultern auf einiges.

 

Gegen Mittag holten wir unseren deutschsprachigen Freund Peter ein. Zusammen in unser Fünferkonstilation aus Schweden, Polen und Deutschen ging bei Schneegestöber steile Berghänge hinab die sich in der Zeit in reißende Bäche entwickelten.

 

Am Fuße des Berges erwartete uns Zubiri mit seiner Tollwutbrücke. Unsere Tagesetappe ist geschafft.

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